Römischer Denar aus Silber

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Diese römische Münze wurde auf einem Ackergelände im Norden von Westendorf bei einer Feldbegehung aufgelesen. Es handelt sich um einen Denar aus Silber. Der Durchmesser schwankt zwischen 18,4 und 16,3 mm. Die Münze ist leicht abgegriffen. Stempelstellung 10.

Vs.: CAESAR AVGVSTVS DIVI F PATER PATRIAE

belorbeerter. Kopf n. r.

Rs.: C L CAESARES AVGVSTI F COS DESIG PRINC IVVENT,

Caius und Lucius hinter 2 Schilden mit Lanze

Unter Augustus wurden zahlreiche Münzen, nach Cohen mehr als 800 Typen, in Gold, Silber oder Kupfer geprägt. Auf der Vorderseite befindet sich regelhaft der Kopf des Kaisers mit Namensinschrift und Titulatur. Das Münzportrait hat sehr große Ähnlichkeit mit einer Marmorbüste des Kaisers im Vatikanmuseum in Rom.

Der Münztyp ist auch mit Kupferkern und versilbert bekannt. Außerdem existieren Nachprägungen barbarischer Stämme.

Kaiser Augustus war der Großneffe von Julius Caesar. Auf Ciceros Vorschlag wurde er Prätor und Senatsmitglied und besiegte die Cäsarenmörder Cassius und Brutus. Er begründete das II. Triumvirat zusammen mit M. Antonius und Lepidus, beendete jedoch die wechselvollen Beziehungen zu Lepidus, den er in Pension schickte und zu M. Antonius, als dieser sich an der Seite Kleopatras wie ein despotischer Herrscher gab. In der Schlacht von Actium (31. V. Chr.) gelang ihm der entscheidende Sieg über M. Antonius und er kehrte als umjubelter Sieger und Alleinherrscher nach Rom zurück. 27 v. Chr. gab er die Herrschaft an Volk und Senat zurück und erhielt daraufhin den Ehrentitel „Augustus“. Er übte aber weiterhin die Amtsgewalt aus, ließ sich alljährlich zum Konsul wählen und regierte das Römische Reich in Form einer konstitutionellen Monarchie. Das Amt eines Pontifex Maximus bekleidete er ab 12 v. Chr. Nach einer Regierungszeit von 40 Jahren starb Caius Octavius Augustus im Alter von 77 Jahren.

Literatur