Henkel einer Amphore mit Stempel


Henkel einer Amphore mit Stempel

Bei der Ausgrabung in Nordendorf 2016 durch den Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte konnte der Henkel einer Amphore geborgen werden. Auf dem Fragment ist deutlich ein Stempel (sigillum) zu erkennen, woraus sich die Herkunft rekonstruieren lässt. Die Amphore gehört zum, Typ Dressel 20 und wurde in der spanischen Provinz Hispania Baetica, dem heutigen Andalusien hergestellt.

Amphore des Typs Dressel 20 - Skizze Thomas Germscheid

Amphoren wurden überwiegend als Transportmittel, Vorratsspeicher oder als Grabbeigaben verwendet. In der Antike dienten sie hauptsächlich zum Transport bestimmter Lebensmittel und wurden über Handelswege zu Land und zu Wasser transportiert. Damit waren Amphoren sozusagen die Container der Antike. Die Amphoren wurden im Süden mit verschiedenen Waren gefüllt und speziell in den Norden verhandelt, wo wegen des kälteren Klimas entsprechende Produkte nicht angebaut und hergestellt werden konnten. Zu den wesentlichen Produkten zählten Wein, Honig, Öl, Oliven, Getreide, Datteln und andere Früchte sowie Garum, eine damals gern gegessene Fischsoße.