Duellpistole aus Horgau

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Duellpistole

Die Waffe ist in schlechtem Zustand, die Holzteile sind geborsten und teilweise weggebrochen. Der Lauf sowie die Beschläge aus Stahl sind mit einer dicken Rostkruste überzogen. Deutlich erkennbar sind noch Partien der Steinschlosszündung. Anhand der Stellung der Batterie ist ausserdem zu sehen, dass die Waffe abgeschlagen ist. Sie hat einen glatten, möglicherweise im ersten Drittel groß gezogenen Lauf(Kaliber.45 oder .51). Wahrscheinlich ist die Pistole durch eine Laufsprengung zerstört worden. Die Schäftung scheint unter dem Lauf verschnitten zu sein, was eher ungewöhnlich für Militärpistolen ist.

Messingbeschläge verzieren die Pistole

An der Unterseite, am Abzug und an den Seiten befinden sich Zierbeschläge aus Messing mit geschwungenen, vegetabilen Formen. In den Schaftseiten sind ins Holz rechteckige Felder mit diagonalem Rautenmuster eingeschnitzt. Wegen dieser Verzierungen ist die Waffe nicht als Militärwaffe sondern als Duellpistole anzusprechen. Der vorläufige zeitliche Ansatz liegt um ca.1800.