Tuchplomben A02-A05_Augsburg

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Ein bisschen Etymologie aus dem DUDEN

Das Wort Plombe ist ein seit dem 18. Jahrhundert bezeugtes Fremdwort, das zunächst einmal ein Metallsiegel (ursprünglich aus Blei) zum Verschluss von Behältern und Räumen bezeichnet. In diesem Sinn ist es unmittelbar aus französisch: plomb "Blei, Blei-, Metallverschluss" entlehnt, das auf lateinisch: plumbum "Blei" zurückgeht.

Plomben für Tuchballen

Vom späten Mittelalter bis in die Neuzeit wurden Bleiplomben als Zeugnisse für die Qualität von Tuchen (Barchent) verwendet. Die runden oder eckigen Plomben bestanden aus zwei Scheiben, die mit einem Steg verbunden waren. Man befestigte sie an den Ecken der Tuchballen mit Hilfe von Prägewerkzeugen, mit Draht oder Nadeln.

Sorte und Qualität

Auf den Plomben waren Zeichen angebracht, die Angaben über den Hersteller, die Qualität (Fadenzahl/Einheit), Farbintensität und Länge der Tuchballen übermittelten. Die Länge wurde in Ellen angegeben, ein über Jahrhunderte gebräuchliches Maß für die Länge des Unterarms. Leider schwankte diese Maßeinheit von Ort zu Ort deutlich. Deshalb waren weitere Informationen wichtig. Angaben über Ort der Herstellung oder das Herrschaftsgebiet konnten in Form eines Wappens oder Monogramms dargestellt werden. Zahlen waren üblicherweise eine Angabe zur Länge des Tuchballens. In Augsburg ist die Verwendung von Bleisiegeln bis 1785 belegt. Später wurden die Tuchballen mit farbigen Stempeln versehen.

Die Augsburger Zirbelnuss

Die Augsburger Zirbelnuss war sicher ein Gütesiegel für den Handel in ferne Länder. Fabrikanten und Handelshäuser hatten jeweils eigene Siegel. Im Lauf der Jahrhunderte wurden die Plomben auch mehrmals geändert oder verändert. So variieren sie im Durchmesser oder es kamen Zahlen als Aufdruck dazu. Die Zirbelnuss einer unserer Augsburger Exemplare steht auf einer anderen Darstellung des Sockelfußes. Dies ist vielleicht der Hinweis auf eine Warnung, dass mit der Ware etwas nicht in Ordnung war.

Literatur