Mehl von der steinernen Schiebemühle


Älter als die Viehhaltung ist der Anbau von Getreide und Hülsenfrüchten. Das Getreide musste früh geerntet werden, damit die Körner beim Schneiden mit den Erntemessern aus Silex nicht vorzeitig zu Boden fielen.

Vom Korn zum Mehl

Nach dem Dreschen, dem Sieben und Worfeln mussten die Körner noch entspelzt werden. Auf Reibsteinmühlen konnte dann endlich das Korn zu Mehl gemahlen werden. Die große Platte aus rauem Glimmersandstein ist der Unterlieger, mit dem Läuferstein werden darauf durch stetes Hin- und Herschieben die Körner zerrieben. Der Mahlstein aus Langenreichen besteht aus Reiselsberger Glimmersandstein aus der voralpinen Flyschzone. Er lag bei der Auffindung umgedreht mit der Sohle nach oben auf dem Läuferstein.