Neolithikum

5550 - 2800 v. Chr.

Im sog. Fruchtbaren Halbmond, dem Gebiet des heutigen Anatolien, Israel, Syrien, Irak und Iran entsteht im Laufe von mehreren Jahrtausenden eine neue Lebensweise, der Mensch wird sesshaft. Er errichtet Häuser, baut Getreide an, züchtet Vieh und er beginnt Keramik herzustellen. Diese neue Lebensweise breitet sich nach Westen aus und erreicht vor ca. 7500 Jahren unsere Region. Auch die Jungsteinzeit, das Neolithikum, wird in Kulturepochen unterterteilt: Linienbandkeramik Südostbayerisches Mittelneolithikum Schulternbandgruppen (Münchshöfen, Polling, Altheim, Cham)
Die Namen der Kulturgruppen sind nach dem eponymen (namengebenden) Fundort oder einer typischen Gestaltung bzw. Verzierung der Keramik gebildet.


Funde aus dem Neolithikum

> Karte Fundstellen: Neolithikum

Kleine dreieckige Pfeilspitze

Diese Pfeilspitze wurde ebenfalls auf dem Acker aufgelesen. Sie ist sehr zierlich, bildet ein fast gleichschenkeliges Dreieck und hat eine leicht eingezogene Basis. Jagd auf Vögel und Hasen Sicher konnte der Jäger mit einem solchen Pfeil einen mächtigen Rothirsch oder ein Wildschwein nicht erlegen. Diese Pfeilspitze konnte nur zur Jagd auf Vögel und Niederwild bestimmt…
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Steinaxt als Zeugnis der frühen Bauern

Die Steinaxt besteht aus ganz schwach gebändertem, mittel-, bis leicht grünlich-grauem Glaukonit bzw. Grünsandstein. Die Klinge hat allseitig kleinere Abnutzungsspuren. Einige sind bereits angewittert, einige sind noch ganz frisch und beim Überpflügen auf dem Acker entstanden.

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Mehl von der steinernen Schiebemühle

Älter als die Viehhaltung ist der Anbau von Getreide und Hülsenfrüchten. Nach dem Dreschen, dem Sieben und Worfeln mussten die Körner noch entspelzt werden. Auf Reibsteinmühlen konnte dann endlich das Korn zu Mehl gemahlen werden.

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Kleiner Kumpf

In der Lehmgrube Creaton konnten die Reste eines großen Hauses mit den typischen, beidseits längs des Hauses liegenden Materialgruben und mehrere Siedlungsgruben ausgegraben werden. Es handelt sich dabei um einen "Einsiedlerhof" der jüngeren Linearbandkultur.

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Becher für Kult und Ritual

Von diesem kleinen Becher sind nur ein Randstück sowie ein Wandstück mit dem Ansatz des Bodens erhalten. Ohne Zweifel aber ist zu erkennen, dass dieser kleine Becher einen flachen Boden hatte. Dies ist für diese Kultur absolut außergewöhnlich ist. Sicher handelt es sich bei diesem Stück nicht um "Alltagsgeschirr", sondern vielleicht um einen Becher für…
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Mit gezähntem Erntemesser zum Ernteeinsatz

Sicheln und Erntemesser sind chrakteristisch für das Neolithikum. Man erkennt diese Funktion dann am sog. Sichelglanz, der ausschließlich durch die Kieselsäure im Getreide beim Schneiden der Halme entsteht. Er sieht wie ein Lacküberzug aus. Dieses Exemplar ist sehr kräftig gezahnt und ohne Sichelglanz. Mit der Spezialisierung der Gerätefunktionen tauchen auch Sägeklingen mit ein- oder zweiseitiger…
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Steinbeil fein geschliffen

Das kleine Beil aus geschliffenem, feinkörnigem Felsgestein diente vermutlich zur Holzbearbeitung. Der Nacken ist etwas schmaler als die Schneide, der Querschnitt annähernd rechteckig.

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Kratzer – Werkzeug der Steinzeit

Schaber sind als typisches Werkzeug seit dem Mittelpaläolithikums bekannt. Mit Schabern konnte nicht nur geschabt, z.B. bei der Lederverarbeitung, sondern auch geschnitten werden. Schaber sind einseitig retuschiert, die sehr ähnlichen Kratzer sind beiseitig und auch an einer Schmalseite bearbeitet.

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Pilzschulterbecher aus Blankenburg

Als eines der schönsten Gefäße aus der Ausgrabung Blankenburg kann wohl der für die Münchshöfener Kultur ganz typische Pilzschulterbecher angesehen werden. Die Bezeichnung wird von seiner Form, welche einem Pilz ähnlich ist, abgeleitet.

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Pfeilspitze mit gerader Basis

Die dreiseitig fein retuschierte Pfeilspitze mit gerader Basis besteht aus rötlich braunem Hornstein. Die Außenkonturen sind leicht gerundet. Die dorsalen und ventralen Flächen (Rücken und Bauch) sind teilweise flächig bearbeitet. Der Rücken ist mittig gegratet, an der Spitze ist die Pfeilspitze vollflächig bearbeitet.
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Spinnwirtel aus Ustersbach

Spinnwirtel sind kleine Schwunggewichte oder Schwungscheiben, die den Faden beim Spinnen mit der Handspindel in gleichmäßige Rotation bringen. Jeder "Haushalt" in dem Textilien hergestellt wurden, verfügte über solche Spindeln. Bisweilen sind die Wirtel auch liebevoll verziert. Das vorliegende Stück ist eher einfach geformt und vermutlich in das Mittelneolithikum zu datieren.

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Dolch der Altheimer Kultur

Die Altheimer Kultur ist in das späte Jungneolithikum zwischen 3700 v Chr. und 3200 v. Chr. zu datieren. Dolch aus Plattensilex Der Dolch ist fein retuschiert. Auf einer Seite ist noch die Cortex (Rinde) der hell grau-braunen Silexplatte erhalten. Die andere Seite ist flächig bearbeitet. Die Basis ist abgebrochen.
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Großes Vorratsgefäß mit Knubben

Mit der LBK beginnt in Mitteleuropa das Neolithikum, die Jungsteinzeit. Typisch ist die Wahl von Siedlungsorten, die sehr hohen Ansprüchen genügen mussten. Standortbedingungen waren fruchtbare Lößboden, Frischwasser in der Nähe, ein warmes, trockenes Klima und eine Höhenlage bis max 500 m ü NN.

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