Meitingen


In Meitingen (Landkreis Augsburg) begann im Jahr 2016 der Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte im Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V. eine Grabung nahe der Via Claudia, einer Fernstraße aus der Römerzeit. Deshalb hatte man den Verdacht auf archäologische Befunde aus dieser Zeit.

Stattdessen fand man einen frühmittelalterliche Ortskern aus dem 9. – 11. Jahrhundert mit einigen Hausgrundrissen und einem Grubenhaus.

> Karte Fundstellen: Meitingen

Pflugschar

Die vorliegende, sehr gut erhaltene Pflugschar wurde in Meitingen im Grubenhaus einer größeren frühmittelalterlichen Siedlung im Rahmen einer Ausgrabung des Arbeitskreises geborgen.
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Vollgriffschwert aus der Mittelbronzezeit

Im späten Sommer überreichte Georg Kraus, Seniorchef des Baggerunternehmens Kraus in Westendorf, bei einer der vielen gemeinsamen archäologischen Sondierungen der Kreisheimatpflegerin für Archäologie dieses wunderbare, fast vollständig erhaltene Schwert.
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Spinnwirtel des Mittelalters aus Recyclingmaterial

Dieser Spinnwirtel ist eine echte kleine Schwungscheibe und war sicherlich vortrefflich zum Spinnen auch von etwas dickeren Fäden geeignet! Sowohl die flache Form als auch das Material sind eher selten. Es scheint aus einem Stück alter römischer Baukeramik gefertigt zu sein.
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Mit gezähntem Erntemesser zum Ernteeinsatz

Sicheln und Erntemesser sind chrakteristisch für das Neolithikum. Man erkennt diese Funktion dann am sog. Sichelglanz, der ausschließlich durch die Kieselsäure im Getreide beim Schneiden der Halme entsteht. Er sieht wie ein Lacküberzug aus. Dieses Exemplar ist sehr kräftig gezahnt und ohne Sichelglanz. Mit der Spezialisierung der Gerätefunktionen tauchen auch Sägeklingen mit ein- oder zweiseitiger…
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Kratzer – Werkzeug der Steinzeit

Schaber sind als typisches Werkzeug seit dem Mittelpaläolithikums bekannt. Mit Schabern konnte nicht nur geschabt, z.B. bei der Lederverarbeitung, sondern auch geschnitten werden. Schaber sind einseitig retuschiert, die sehr ähnlichen Kratzer sind beiseitig und auch an einer Schmalseite bearbeitet.
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Mikrolithen aus dem Mesolithikum

Kennzeichend für das ältere Mesolithikum sind Dreieckspitzen, wie sie neben Kratzern, Schabern und vielen Abschlägen, die bei der Herstellung der Spitzen entstehen, in Meitingen gefunden wurden.
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Pfeilspitze der Steinzeitjäger

Diese geflügelte Pfeilspitze ist aus Platten-Hornstein gearbeitet und hat eine gleichmäßig dreieckige Form. Die Basis ist eingezogen. Auf beiden Seite ist noch die Außenhaut bzw. Rinde (Cortex) des Silexmaterials zu erkennen.Mit Birkenpech auf dem PfeilschaftDie Pfeilspitzen wurden auf dem hölzernen Schaft eingeklemmt, mit Birkenpech verklebt und mit einem "Faden" aus Tiersehne oder Lein fest gewickelt.
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Pfeilspitzen aus Stein in der Bronzezeit

Hunderte von kleinen und größeren Abschlägen, Kern- und Trümmerstücken aus Hornstein, Silex oder Feuerstein und Radiolarit liegen auf unseren Feldern. Immer wieder sind auch intakte Pfeilspitzen darunter, der der steinzeitliche Jäger einst hergestellt und vermutlich auf der Jagd nach Wild und Vögeln mit Pfeil und Bogen verschossen hat.Silex und PlattensilexSilikat- bzw. Kieselgesteine bezeichnet man auch…
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Frühmittelalterliches Webgewicht

Bei der aktuellen archäologischen Grabung in Meitingen wurde im Befund eines Grubenhauses ein Webgewicht ausgegraben. Der Befund gehört zu einer frühmittelalterlichen Handwerkersiedlung. Das tönerne Webgewicht ist Bestandteil eines Gewichtswebstuhls, bei dem die Kettfäden senkrecht verlaufen. Damit die Spannung der Kettfäden während des Webvorgangs gehalten wird,  hat man die Kettfäden in Gruppen zusammengefasst und mittels Webgewichten…
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Randleistenbeil – Typ Langquaid

Die Form der Randleistenbeile vom Typ Langquaid zeichnen sich durch einen rechteckigen Querschnitt und der Randleisten aus. Typ Langquaid ist eine recht häufig in der Frühbronzezeit bis in die Altbronzezeit vorkommende Beilform.
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Frühmittelalterlicher Spinnwirtel

Bei der aktuellen archäologischen Grabung in Meitingen wurde im Befund eines kleinen Grubenhauses ein Spinnwirtel gefunden. Der Befund gehört zu einer frühmittelalterlichen Handwerkersiedlung. Deutlich sind in der Vergrößerung Gebrauchspuren zu erkennen, demnach war der Spinnwirtel wohl länger in Gebrauch.
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