Langenreichen


In Langenreichen (Gemeinde Meitingen, Landkreis Augsburg) zeigten sich im Jahr 2006 in der Lehmgrube Creaton 19 Pfostengruben, die auf ein Haus der Größe 4,50 x 13,0 m schließen lassen. Es kann der Linearbandkeramik (LBK) zugeordnet werden. Daneben finden sich in Langenreichen auch Objekte aus anderen Epochen, wie dem Neolithikum oder der Latènezeit.

> Karte Fundstellen: Langenreichen

Becher für Kult und Ritual

Von diesem kleinen Becher sind nur ein Randstück sowie ein Wandstück mit dem Ansatz des Bodens erhalten. Ohne Zweifel aber ist zu erkennen, dass dieser kleine Becher einen flachen Boden hatte. Dies ist für diese Kultur absolut außergewöhnlich ist. Sicher handelt es sich bei diesem Stück nicht um "Alltagsgeschirr", sondern vielleicht um einen Becher für…
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Großes Vorratsgefäß mit Knubben

Mit der LBK beginnt in Mitteleuropa das Neolithikum, die Jungsteinzeit. Typisch ist die Wahl von Siedlungsorten, die sehr hohen Ansprüchen genügen mussten. Standortbedingungen waren fruchtbare Lößboden, Frischwasser in der Nähe, ein warmes, trockenes Klima und eine Höhenlage bis max 500 m ü NN.
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Kleiner Kumpf

In der Lehmgrube Creaton konnten die Reste eines großen Hauses mit den typischen, beidseits längs des Hauses liegenden Materialgruben und mehrere Siedlungsgruben ausgegraben werden. Es handelt sich dabei um einen "Einsiedlerhof" der jüngeren Linearbandkultur.
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Mehl von der steinernen Schiebemühle

Älter als die Viehhaltung ist der Anbau von Getreide und Hülsenfrüchten. Nach dem Dreschen, dem Sieben und Worfeln mussten die Körner noch entspelzt werden. Auf Reibsteinmühlen konnte dann endlich das Korn zu Mehl gemahlen werden.
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Ring aus gelbgrünem Glas

Der Ring stammt von einer Fundstelle, die bisher ausschließlich neolithisches Fundmaterial erbracht hatte. Die Glasringe wurden als Schmuckanhänger an Perlenketten getragen. Sie sind oft als Grabbeigaben in besonders reich ausgestattetenen Frauengräbern der keltischen Oberschicht gefunden worden.
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