Münze aus Gold

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  • GBLN(TB)1985 Luftbild ColinMatchett_b_A_O 02028
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  • Luftbild Braasch 7530_123_2_3179_38_Gablingen_b_O

Siedlung mit Graben

Der Luftbildpionier Oberstleutnant Otto Braasch entdeckte im Jahre 1984 auf der Flur Trentelberg in Gablingen beim Überfliegen des Geländes die Spuren einer frühmittelalterlichen Siedlung mit Grabenanlage. In den folgenden Jahren 1984, 1985 und 1986 konnten durch den Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte noch 28000 m² des Grabungsgeländes vor dem Kiesabbau untersucht werden. Etwa 12000 m² der Siedlung waren bereits unbeobachtet dem Kiesababau zum Opfer gefallen.

Funde des Frühmittelalters

Auf dem Grabungsgelände wurden zahlreiche Grubenhäuser und Grubenhütten ausgegraben. Neben Kleinfunden aus Metall konnte frühmittelalterliche Keramik und ein Knochenkamm geborgen werden. Funde von Webgewichten und Spinnwirteln zeigen, dass Textilhandwerk betrieben wurde. Die Siedlung war von einem Wehrgraben umgeben. Von der Oberfläche des Grabens stammt eine Goldmünze. Es handelt sich dabei um eine Prägung der Merowinger nach byzantinischem Vorbild (Solidus des Justinus II., Kaiser in Byzanz, Regierungszeit 565 - 578 n. Chr.).

Kopie, Fälschung oder Nachprägung

Vorderseite: Umschrift, Kaiserbüste mit Helm, Perlendiadem und Brustharnisch von vorne. IN der rechten Hand Globus mit Siegesgöttin Victoria, an der linken Schulter ein Schild. Umschrift unleserlich, im Original D.N.IUSTINUS.PP.AUG
Rückseite: Umschrift, Constantinopolis von vorne nach rechts blickend, Lanze und Kreuzglobus in der Hand haltend. Umschrift unleserlich, im Original VICTORIA.AUGGGGOS

Literatur