Vollgriffschwert aus der Mittelbronzezeit

 


Anleitung für 3D: gehen Sie oben mit der Maus auf das Objekt, halten Sie die linke Maustaste gedrückt, nun können Sie das Objekt bewegen. Mit dem Rändelrad an der Maus lässt sich das Objekt vergrößern bzw. verkleinern.


Im Andenken an Georg Kraus

Im späten Sommer überreichte Georg Kraus, Seniorchef des Baggerunternehmens Kraus in Westendorf, bei einer der vielen gemeinsamen archäologischen Sondierungen der Kreisheimatpflegerin für Archäologie dieses wunderbare, fast vollständig erhaltene Schwert. Er hatte es auf der Kiesdeponie des Unternehmens aus der Kieshalde geborgen und er schenkte es dem Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte im Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V. zur dauerhaften Verwahrung. Leider konnten wir nicht herausfinden von welcher Baustelle der Kies stammte - Blankenburg Erlingen, Meitingen, ...? Wenige Wochen später war Georg Kraus gestorben. Wir denken gerne an ihn zurück.

Ein Achtkantschwert vom Typ Leonberg

Der Griff ist achtkantig geformt. Achtkantschwerter haben ihren Ursprung in Südbayern. Meist werden sie als Einzelfund in oder bei Fließgewässern angetroffen. Seltener stammen Achtkantschwerter aus Hortfunden. Als Grabbeigaben kommen sie fast ausnahmslos in den Fundgebieten Oberpfalz und Böhmen vor. Feine Griffdekorationen verzieren Knauf, Griffheft und Griff. Hier sind 4 Nieten, die die Griffzunge im hohlen Griff festhalten. Spiralen und kleine Bögen, die wie Schuppen die Unterseite des flachen Griffknaufes überziehen, sind trotz der Patina noch gut zu erkennen. Der Schuppendekor kommt bei Schwertern dieses Typs häufig vor. Spiralen und Kreismuster sind durch Linienbänder unterbrochen bzw. unterteilt.

Detail: Deutlich lassen sich das Schuppendekor, Spiralen und Kreismuster erkennen.

Detail: Griffheft und Griff. Hier sind Nieten, die die Griffzunge im hohlen Griff festhalten.

Zeichnung S. Köglmeier (BLFD)

 

Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Deggendorf

Das Vollgriffschwert wurde in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Deggendorf eingescant und eine 3D Animation erstellt. Wir bedanken uns bei Prof. Joerg Maxzin, Frau Nina Pötschke und Thomas Forstner.

Literatur