Ahle und Pfriem aus Knochen


Geräte aus Knochen

Vollständig erhaltene Geräte aus Knochen, Geweih und Horn findet man bei uns relativ selten. Sie sind ein organisches Material und dem Verfallsprozess viel stärker als Keramik oder Metall unterworfen. Sie können sich nur bei sehr günstigen Bodenverhältnissen erhalten. Man kann aber dennoch davon ausgehen, dass sehr viele Geräte aus Knochen oder Bein hergestellt wurden. Sie fanden in den verschiedensten Lebensbereichen Verwendung und sind daher sehr unterschiedlich geformt.

Ahle und Pfriem zur Lederverarbeitung

Die etwa 13 cm lange, spitze Ahle aus Reh- oder Hirschknochen wurde in Befund 28 der Siedlung der Münchshöfener Kultur in Blankenburg gefunden. Das breitere, pfriemartige Gerät stammt aus der Siedlungsgrube Befund Nr. 36 und ist aus einem Schaf- oder Ziegenbeinknochen geformt. Beide Geräte kann man sich gut bei der Lederverarbeitung vorstellen.

Literatur