Mittelalter

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Funde aus dem Mittelalter:

> Karte Fundstellen: Mittelalter

Historische Schlüssel

Bei Feldbegehungen bei Westendorf im Jahr 2014 wurden zwei historische Schlüssel geborgen. Der große, relativ derb geschmiedete Hakenschlüssel ist ein Lesefund von einem Acker im Süden von Westendorf. Er hat vielleicht den Zugang zu Stallung oder Scheune ermöglicht. Der Griff ist ringförmig, an der Außenseite sehr stark verjüngt und scheint dort abgenutzt.

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Brakteat aus St. Martin, Gabelbach

Das Patrozinium der Kirche gab schon einen Hinweis auf frühe Vorgängerbauten der Martinskirche von Gabelbach.
1977 und 1979/80 konnte der Arbeitskreis bei Sanierungsarbeiten in der Kirche Suchschnitte im Chor und Langhaus anlegen. Es überraschte nicht, dass in der südwestlichen Ecke des ersten Kirchenbaus, der auf Grund der Keramikfunde um 1200 anzusetzen ist, noch Spuren von Holzbebauung entdeckt wurden, die in karolingische Zeiten weisen.

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Brakteat von der Burg Zusameck

Von 1978 bis 1985 führte der Arbeitskreis für Vor – und
Frühgeschichte Grabungen auf dem Hauptburghügel der
Burgruine Zusameck in Dinkelscherben durch. Bei der
Freilegung des nach der Zerstörung der Burg im Städtekrieg
(1388) neu errichteten Tores im Westen der Burganlage
konnte eine Münze aus dem 13. Jahrhundert geborgen werden.

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Gürtelschnalle mit Perlstabverzierung

Die kleine ovale Schnalle ist vollständig erhalten. Die Schnalle besteht aus Bronze. Der sehr feine Dorn hat einen flach rechteckigen Querschnitt. Der Rahmen ist d-förmig. Die Außenseite des Rahmens trägt als Verzierung einen Perlstabdekor.
Vergleichbare Gürtelschnallen kennt man aus Riekofen-Taimering (Lkr. Regensburg).

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Abrichtpfeifchen aus Keramik

Der Hund gilt als das erste domestizierte Wildtier überhaupt. Wölfe waren als Hunde die ersten Haustiere und wurden zunächst als Jagdhelfer eingesetzt. Die Jagdweise neolithischer Hunde entsprach dabei noch ganz dem Jagdverhalten von Wölfen.

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Wadenbinden

Bei einer Rettungsgrabung wurden eine mittelalterliche, aus feuervergoldetem Silber hergestellte Kerbschnittverzierte Wadenbindengarnitur geborgen.

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Kampfaxt

Diese handgeschmiedete Axt wurde schon 1977 als Einzelfund im ehemaligen Uferbereich des Weihers nahe des Straßberger Burgstalls entdeckt. Die Schmalaxt hat eine fast gerade Oberkante, während die Unterkante in einem starken Bogen nach unten ausschwingt. Axtkörper und Schneide sind auffallend schmal, das Schaftloch ist sehr zierlich.

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Topfdeckel aus der Wüstung Eisenhofen

Der Sturm Lothar wütete im Winter 2000/2001 auch im Tal des Itzlishofer Baches und ein umgerissener Wurzelteller hatte massive Störungen in einem Hügel verursacht. Dieser bereits bekannte Hügel war als Grabhügel in der Denkmalliste eingetragen. Die jetzt notwendig gewordene Rettungsgrabung ergab jedoch einen Siedlungsbefund.Topfdeckel mit RosettenverzierungDie bei der Grabung aufgefundene Keramik in großer Formenvielfalt datiert…
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Bodenscherbe mit Radstempel

Nach einer Ortssage stand 1 km nördlich von Graben eine im Ried(!)untergegangene Burg. Andere Quellen erwähnen Güter zu Rieth oder Riethgraben. Eine Burg wurde bei der Grabung nicht aufgedeckt, sicherlich aber die wüstgefallene Hofstelle. Schon um 1500 scheint die Siedlung wieder abgegangen zu sein.

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