Linearbandkeramische Kultur

5700 - 4900 v. Chr.

LBK – Linienbandkeramische Kultur: Ab etwa 8500 ist von der Entwicklung einer wirklich neolithischen Lebensweise im Vorderen Orient auszugehen. Die Menschen lebten nun in festen Siedlungen, bauten Getreide (Emmer, Einkorn, Gerste und Roggen), Hülsenfrüchte (Linse, Erbse, Bohne und Kichererbse) an und hielten Vieh (Schaf und Ziege, Schwein und später auch Rind). Ab etwa 7000 v. Chr. ist dort die Verwendung von Gefäßkeramik nachweisbar. Schrittweise breitete sich die neue Lebensweise über den „Fruchtbaren Halbmond“ hinweg nach Westen aus. Etwa im Raum zwischen Plattensee und Wien kam es dann etwa um 5600 v. Chr. zur Entwicklung der sog. Linienbandkeramischen Kultur (LBK). Namengebend ist die typische linienverzierte Keramik.
Im Lechtal sind bisher 13 Fundstellen aus der LBK bekannt, bei denen die Wahl des Standortes höchsten Ansprüchen für den Feldbau genügen musste. Alle, mit einer einzigen Ausnahme, liegen auf leicht zu bearbeitenden und sehr fruchtbaren Lößböden.
Der umfangreichste Fundkomplex aus der LBK im Lechtal stammt aus der Grabung des Arbeitskreises in Langenreichen „Am Burgholz“, wo auf den zum Abbau freigegebenen Flächen einer Tongrube die Spuren eines Einzelgehöftes aufgedeckt und dokumentiert werden konnten.

> Karte Fundstellen: Linearbandkeramische Kultur

Becher für Kult und Ritual

Von diesem kleinen Becher sind nur ein Randstück sowie ein Wandstück mit dem Ansatz des Bodens erhalten. Ohne Zweifel aber ist zu erkennen, dass dieser kleine Becher einen flachen Boden hatte. Dies ist für diese Kultur absolut außergewöhnlich ist. Sicher handelt es sich bei diesem Stück nicht um "Alltagsgeschirr", sondern vielleicht um einen Becher für…
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Großes Vorratsgefäß mit Knubben

Mit der LBK beginnt in Mitteleuropa das Neolithikum, die Jungsteinzeit. Typisch ist die Wahl von Siedlungsorten, die sehr hohen Ansprüchen genügen mussten. Standortbedingungen waren fruchtbare Lößboden, Frischwasser in der Nähe, ein warmes, trockenes Klima und eine Höhenlage bis max 500 m ü NN.

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Kleiner Kumpf

In der Lehmgrube Creaton konnten die Reste eines großen Hauses mit den typischen, beidseits längs des Hauses liegenden Materialgruben und mehrere Siedlungsgruben ausgegraben werden. Es handelt sich dabei um einen "Einsiedlerhof" der jüngeren Linearbandkultur.

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