Karolinger


Die Geschichte der Karolinger, einer fränkischen Adelsfamilie, lässt sich bis in das 7. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie gewann zunehmend an Einfluss gegenüber den Merowingern. Der erste Träger dieses Namens war Karl Martell, dem es nach 714 gelang als Hausmeier gleichsam in königlicher Stellung zu regieren. Nach Karl Martells Tod 741 kommen seine Söhne Karlmann (Alemannien, Austrien, Thüringen) und Pippin ( Neustrien, Burgund und Provence) an die Macht. Pippin wird 754 durch päpstliche Salbung zum König. Er erobert das Langobardenreich. Auch Pippins Söhne Karl und Karlmann waren bereits 754 gesalbt worden. Nach dem frühen Tod Karlmanns übernahm Karl, dem die Zeitgenossen bereits zu Lebzeiten den Beinamen „der Große“ zuerkannten, die alleinige Königsherrschaft. Im Jahr 800 wird Karl zum Kaiser gekrönt. Er regierte 46 Jahre lang in Aachen, dem neu geschaffenen Zentrum des Reiches. Hier wurde Karl der Große 814 auch beigesetzt.

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Karolingische Tuffsteingruft

Bei der alten Pfarrkirche St. Bartholomäus in Diedorf ist eine Tuffsteingrabkammer wiederaufgebaut, die im Sommer 1961 und dann nochmals 1988 bei Kanalarbeiten angeschnitten und vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege bzw. dem Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte im Heimatverein für den Lkr. Augsburg ausgegraben wurde. Der ursprüngliche Auffindungsort der Tuffsteingrabkammer liegt etwas mehr als 60 m nordöstlich des jetzigen Standortes.

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