Ösenhalsring aus Grab 8 Blankenburg

  • DSCN9706-klein
  • Ösenhalsring-8

Das erste Foto zeigt den Halsring bei der Auffindung im Grab (in situ), auf dem zweiten Foto ist er fertig gesäubert und restauriert zu sehen.

Bei der Ausgrabung in Blankenburg in den Jahren 2007 - 2009 wurde in Grab 8 dieser für die Bronzezeit typische Ösenhalsring ausgegraben. Eine Kartierung der Ösenhalsringe aus Gräbern zeigt abgesehen von einer Konzentration im niederbayerisch-oberpfälzischen Donauraum und dem Fehlen in der Isartallandschaft eine relativ gleichmäßige Verbreitung in Südbayern und Baden-Württemberg.

Ösenhalsringe aus der Lechregion

Dieser Fund aus Blankenburg und weitere Funde aus dem Süden des Landkreises, aus Augsburg-Haunstetten und Königsbrunn-Süd ergänzen die bis dahin bereits bekannten Funde aus der Lechregion. Den Halsringen gleichende Ösenarmringe und ausgesprochene Miniaturösenringe sind in Baden-Württemberg,  Südbayern und im benachbarten Linzer Raum überaus selten. Von den kartierten bayerischen Funden gehört nur der Ring aus dem namengebenden Schmuckdepot der Lechgruppe zur Form Honsolgen. Die beiden in Form und Querschnitt deutlich abweichenden Armringe aus der Oberpfalz haben mit der Form Honsolgen allein die Ösenenden gemein und sind daher für deren Datierung irrelevant.

Sichere Datierung in die ältere Frühbronzezeit

Ösenhalsringe sind zuweilen noch mit jüngerfrühbronzezeitlichen, aber nie mit knöchernen Nadeln vergesellschaftet, wenn auch des öfteren mit anderem Knochenschmuck , insbesondere Knochenringen. Der Schwerpunkt, aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit der Blankenburger Halsring stammt, liegt unstrittig in der älteren Frühbronzezeit.

Literatur